HSG Damen mit schönem Saisonabschluss

Am vergangenen Samstag fand der Saisonabschluss der Damenmannschaft statt. Nach der ersten Saison gehörte dies natürlich dazu. Böses erwachen gab es bereit am frühen Morgen, als sich eine schneebedeckte Landschaft zeigte. Die ersten Gedanken gingen an Julia Weber, die an diesem Tag einen Teil der Abschlussfeierlichkeiten sausen lies und stattdessen beim Fishermans Run am Nürburgring eine erste Vorbereitung auf die neue Saison startete. Der Rest der Mannschaft traf sich dagegen mit guter Laune an der Dreifachsporthalle in Bad Marienberg.

Geplant war ein Freundschaftsspiel gegen den TuS Brotdorf. Der ehemalige Verein von Alisha Turbing machte seine Abschlussfahrt in den Westerwald und so kam die Idee bei einem gemeinsamen Spiel die Feierlichkeiten zu beginnen. Die Anreise der Gäste verzögerte sich leider etwas. Gerüchten zu Folge hatte eine Spielerin am Vorabend bereits mit der Vorbereitung auf „Malle“ begonnen und so die Abfahrt am Morgen verschlafen. Die Verspätung störte die Damen aus dem Westerwald allerdings gar nicht. Nutze man die Zeit für ein erstes Kalkgetränk und sorgte dafür, dass alle vorhandenen Getränke auf der Auswechselbank bereit gestellt wurden. Man konnte von Glück sagen, dass die HSG an diesem Tag nicht mehr Auswechselspielerinnen hatte. War doch der Platz auf der Bank recht eingeschränkt. Jede Bar im Westerwald wäre neidisch gewesen auf die reichliche Auswahl an Spirituosen, die auf der Bank bereit gestellt wurden.

Nach der kurzen Verzögerung konnte das Spiel beginnen. Da auch die Gäste die Hinfahrt nicht ohne die nötigen Getränke hinter sich gebracht hatten ereignete sich ein lockeres Spiel. Wurden in der ersten Halbzeit noch Spielzüge gespielt und gelernte Abläufe umgesetzt so wurde schnell klar, dass dies einem Saison-Abschluss noch nicht komplett würdig ist. In der Halbzeit wurde daraufhin etwas durchgewechselt und die Torhüterinnen wechselten die Mannschaften. Zusätzlich wurde die Pause etwas ausgedehnt, damit alle Spielerinnen nochmal Zeit hatten sich um die Getränke zu kümmern und die Raucher der gegnerischen Mannschaft nutzen diese Zeit etwas für die Kondition zu tun.

Die zweite Halbzeit bot genau das was man sich erhofft hatte. Einige Spielerinnen wussten nicht genau auf welches von den vielen Toren sie werfen sollten und auch der Ball war nicht in jeder Situation klar zu erkennen. Da die Gäste zu diesem Zeitpunkt etwas in Führung lagen wechselte sich Kirsten Greeb mehr oder weniger selbst ein. Aber nicht ohne vorher nochmal schnell zur Flasche zu greifen. Sie teilte auch lautstark mit, dass sie nun die Position des Kreisläufers übernehmen wollte. Diese Information bekamen nicht nur die Spielerinnen beider Mannschaften mit, sondern auch die zahlreichen Zuschauer und wahrscheinlich auch die Wanderer, die zu diesem Zeitpunkt an der Halle vorbei maschierten. Dieser taktische Geniestreich brachte nicht die erhoffte Wende im Spiel. Sie kündigte zwar jede „Lücke“ an, doch die Mitspielerinnen konnte dies nicht wie gewohnt umsetzen. Gerade Vicky Kray hatte das Tor aus dem Training wohl größer in Erinnerung.

In den letzten 10 Minuten stecke die HSG nochmal alles hinein, was irgendwo zu finden war. Vor allem Kirsten Greeb, die sich nach den erfolglosen Sperren am Kreis wieder auf die Außenposition zurück gezogen hatte, spielte sich in einen Lauf und traf viermal nach Gang. Auch begünstigt dadurch, dass vor allem die Gegnerinnen in dieser Phase an die konditionellen Grenzen kamen.

Nach Spielende war man sich nicht ganz einig wie das Spiel nun wirklich ausgegangen war. Trotzdem bedanke man sich bei den zahlreichen Zuschauern auf der Tribüne, die zwischenzeitlich sogar mit Laola-Wellen zur guten Stimmung beitrugen. Nachdem nahezu alle Zuschauer auch den Platz gestürmt hatten und man ja doch einen Sieger ermitteln musste wurde kurzerhand eine Runde „Flunkyball“ gespielt. Leider wussten die Spielerinnen anscheinend nicht mehr für welche Mannschaft sie eigentlich spielten und so standen am Ende gemischte Mannschaften gegenüber. Auch dieses Spiel begann ausgeglichen, ehe in der Schlussphase der Mannschaft West ein schwerer Fehler unterlief und sich Mannschaft Ost so doch klar durchsetzen konnte.

Nun stand der zweite und wichtige Teil der Abschlussfeier auf dem Programm. Hatte man doch einen Tisch in der Steigalm reserviert. Mit einer gemütlichen Wanderung mit ausreichend Getränkevorrat machte man sich auf den Weg. Nach einigen kleineren und größeren Pausen und jedem erdenklichen Wetter erreichte man das Zeil und freute sich auf ein gutes Abendmahl nach dem anstrengenden Teil des Tages. Im Anschluss lies man dort den Abend mit lustiger Laune ausklingen. Auch die Gegnerinnen des heutigen Tages hatten sich auf den Weg in die Alm gemacht und trugen mit dem wohl längsten Trinkspruch des kompletten DHB dazu bei, dass etwas Stimmung in den Abend kam.

Zum Schluss bleibt es nur noch ein paar Dankesworte zu geben. Vor allem an die Gäste des TuS Brotdorf. Ihr wart genau der richtige Gegner für diesen Tag und soweit man es beurteilen kann hattet auch ihr euren Spaß. Danke, dass ihr die weite Reise auf euch genommen habt. Danke für das Gastgeschenk und danke für das faire und schöne Spiel. Wir freuen und jetzt schon auf eine Revanche im nächsten Jahr.

Weitere Dankesworte gibt es für Celine Krämer, die uns nach dieser Saison verlassen wird und zum TuS Ferndorf wechselt. Wir wünschen dir für diesen Weg alles Gute und freuen uns dich hin und wieder in der Halle begrüßen zu dürfen.

Der nächste Dank geht an Jannik Hees, der sein erstes Spiel als Schiedsrichter leitete und einen sehr souveränen Auftritt zeigte. Er war stets Herr der Lage.

Zum Abschluss möchten wir noch einen Dank aussprechen für die Verbandsgemeine Bad Marienberg, die keine Kosten und Mühen gescheut hat und den Hallenboden extra für dieses wichtige Spiel auf Hochglanz poliert hat. Ebenso für den Hausmeister, der die Tribüte für die zahlreichen Zuschauen vorbereitet hat. Danke auch an Christian Trampert und Manuel Jungbluth für das Chauffieren des Schiedsrichters, die Aufgabe als Ordner des Spiels und natürlich die tolle Unterstützung. Nun noch ein Dank an das Team der Steigalm für die gute Bewirtung und das leckere Essen.

Nach der Mannschaftsfahrt nach Mallorca und einer kleinen Erholungsphase geht es für die Damen in die Vorbereitung auf die nächste Saison. Auch da würden wir uns wieder auf tatkräfitige Unterstützung freuen.

Die Mannschaft bedankt sich bei den zahlreichen Zuschauern.

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